14. Oktober 2017 in Erkner

Am vergangenen Wochenende bot die Stadthalle der Chemie-Stadt Erkner in Verbindung mit dem ausrichtenden Verein, der SG Chemie Erkner e.V., einen würdigen Rahmen für die diesjährigen Gerätturnmeisterschaften des Landes Brandenburg. Ermittelt wurden die besten Mannschaften in den Bereichen Jugend/Erwachsene (Jahrgang 2003 und älter) und Kinder (Jahrgang 2004 und jünger) sowohl im weiblichen als auch im männlichen Bereich. Geturnt wurde im 6:4:3-Modus. Das heißt, dass je Gerät vier der sechs Mannschaftsturner/innen im Vorfeld nominiert werden können, von denen dann die besten drei Wertungen in die Gesamtbilanz einfließen. Der TSV 1997 Oranienburg nahm in diesem Jahr in drei der vier Wettkampfklassen teil.

Am Vormittag gingen die Mannschaften der Jugend/Erwachsenen an den Start. Hier landeten die Kreisstädter jeweils auf dem fünften Rang. Im Falle der Damen ist dies als Erfolg zu verbuchen, da sie an ihren Trainingsstand von vor den Sommerferien durch Erkrankungen, Verletzungen und neue Stundenpläne noch nicht wieder anknüpfen konnten. Mit eher unbefriedigenden dargebotenen Übungen am Stufenbarren startete die LK3-Mannschaft in den Wettkampf, konnte allerdings anschließend am Balken sowie auch am Boden wirklich gute Wertungen erzielen. Viktoria Fischer beglückte die Mannschaft am Balken mit der zweithöchsten Tages-Wertung von 13,60 Punkten. Durch weitere stabile Übungen der anderen Mannschaftsturnerinnen erzielten sie dadurch insgesamt den höchsten Mannschaftswert am Schwebebalken. Der Sprungtisch machte es den Frauen am Ende nochmal etwas schwer, aber alles in allem konnten sie den Wettkampf mit gutem Ergebnis und vor allem verletzungsfrei abschließen.

Bei den Männern bedeutete der fünfte Rang gleichzeitig der letzte Platz. Obwohl zu Beginn an Boden und Pauschenpferd hervorragend in den Wettkampf gestartet wurde, rächte sich schon am Sprung der fehlende Streichwert. Hier konnten aufgrund der Verletzung von Patrice Warsow nur drei Turner an das Gerät gehen. Da Falk Protz seinen eigentlich stabilen Wettkampfsprung an diesem Gerät nicht umsetzen konnte, floss hier eine vergleichsweise niedrige Wertung in die Gesamtsumme ein und die TSVler mussten den ersten kleinen Rückschlag hinnehmen. In Hinblick auf das bald stattfindende Oranienburger Pokalturnen am 11.11.2017 wurde an Barren und Reck auf risikoreiche Kombinationen gesetzt, was jedoch nicht wie geplant funktionierte und am Ende das Abrutschen auf den letzten Rang nach sich zog.

Im zweiten Durchgang der Kinder am Nachmittag ging die Jungenmannschaft des TSV an den Start. Da alle sechs Mannschaftsmitglieder in der recht punktearmen Klasse der LK4 antraten, war klar, dass eine hervorragende Tagesform nötig war, um den Bereich der vorderen Plätze zu erreichen. Dies gelang am Ende nicht. Auch die Kindermannschaft des TSV landete schlussendlich auf dem fünften Platz. Dies lag zum einen an der leider durchwachsenen Tagesform und zum anderen an einigen kleinen Missgeschicken. Trotz der hervorragenden Einzelleistungen von Lennart Richter und Felix Rücker konnte das Mannschaftergebnis gegen eine ausgesprochen starke Konkurrenz nicht mehr gerettet werden.

Für die Oranienburger stehen in nächster Zeit das Oranienburger Pokalturnen (11./12. November 2017) sowie der Oranienburger Kinderklassenpokal (25. November 2017) in der Halle des Louise-Henriette-Gymnasiums in Oranienburg an. Diese in den neuen Bundesländern überaus beliebten und hochfrequentierten Wettkämpfe sollen die Möglichkeit bieten, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen und sich als Gastgeber stark zu präsentieren. Immerhin gilt es für die Jugend/Erwachsenen-Mannschaften des TSV 1997, die Startplätze in der jeweils höchsten Pokalklasse zu verteidigen.

Falk Protz

Ergebnisse des TSV 1997 Oranienburg

5. Platz der Jugend/Erwachsenen weiblich
(Franziska Saffert, Josephin Kühne, Sophia Kühne, Viktoria Fischer, Amelie Dückert )

5. Platz Jugend/Erwachsene männlich
(Marcel Radeke, Alexander Giebel, Patrice Warsow, Falk Protz)

5. Platz Kinder männlich
(Lennart Richter, Felix Fischer, Emil Kaden, Sebastian Maaß, Theo Krüger)

 

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