11./12. November 2017 in Oranienburg

25 Vereine aus 4 Bundesländern gingen mit über 180 Turnern und Turnerinnen in der Louise-Henriette-Turnhalle in den Kampf um die Mannschaftspokale an 2 Tagen. Das Oranienburger Pokalturnen jährte sich zum 54. Mal. Geturnt wurde um den Auf- und Abstieg in drei Pokalklassen der Damen und zwei Pokalklassen der Herren der Jugend und Erwachsenen. Der Ausrichter, TSV 1997 Oranienburg, startete mit je einer Damen- und einer Herrenmannschaft in der höchsten Pokalklasse, dem „Großen Pokal“.

Die Herrenmannschaft des TSV 1997 ging im Großen Pokal personell deutlich geschwächt an die Geräte. So konnte der wichtigste Turner der Kreisstädter, Dario Sissakis, nicht bei der Mission Klassenerhalt mitturnen, da er zeitgleich in der 2. Bundesliga Nord mit dem Turnzentrum Bochum-Witten in der Pflicht stand. Niels Pfaender und Patrice Warsow, sonst verlässliche Punktlieferanten, fehlten aufgrund langwieriger Verletzungen. So startete der TSV 1997 mit Marcel Radeke, Falk Protz, Alexander Giebel, Björn Dreifke und Eugen Kutscharski, ebenfalls teils gesundheitlich angeschlagen oder mit Trainingsrückstand, in den 2. Durchgang des Samstages. Aufgrund der niedrigen durchschnittlichen Ausgangswerte der gezeigten Übungen galt es, möglichst viele Punkte durch eine saubere Ausführung zu sichern, um im starken Teilnehmerfeld die Chance auf den 4. Platz, der zum Verbleib in der Pokalklasse berechtigt, zu wahren. Dies gelang an den fünf Geräten der Herren leider zu selten. Neben einigen kleinen Unsauberkeiten und Übungsunterbrechungen am Pauschenpferd und Barren konnten vor allem am Sprung nicht die gewohnt hohen Wertungen eingefahren werden. Nach 2012 ist das nun der erste Abstieg des Gastgebers aus der höchsten Pokalklasse der Männer. Natürlich soll diesem im kommenden Jahr der sofortige Wiederaufstieg folgen. Der Ehrgeiz für einen ersten oder zweiten Platz im Kleinen Pokal im nächsten Jahr ist groß.

Der Frauenmannschaft um Manuela Masch, Franziska Saffert, Josephin Kühne, Viktoria Fischer und Sophia Kühne lastete ein großer Druck auf den Schultern: „bloß nicht absteigen“.
Somit starteten die fünf Damen am Stufenbarren denkbar schlecht mit mehreren Stürzen und Patzern in den für sie so wichtigen alljährlichen heimischen Wettkampf. Wertvolle Punkte gingen verloren. Am folgenden Gerät, dem Balken, behielt die Mannschaft einigermaßen gut die Nerven und reihte sich punktemäßig im Mittelfeld ein. Am Boden wurde Viktorias Übung mit hervorragenden 14,00 Punkten bewertet und die TSV‘lerinnen konnten mit weiteren sehr guten Wertungen, alle ausschließlich über 13,00 Punkte, die insgesamt dritthöchste Mannschaftswertung erzielen. Die Hoffnung in der Mannschaft über den Ausgang des Wettkampfs stieg. Allerdings wurden die TSV-Damen dann am Sprungtisch, dem vierten Gerät, von den ungewohnt niedrigen Wertungen der Kampfrichterinnen überrascht und gingen letztendlich mit einem doch eher schlechten Gefühl zur Siegerehrung.
Die Befürchtung wurde wahr und die Mannschaft stieg mit einem 7. Platz aus dem „Großen Pokal“ in den „Kleinen Pokal“ ab. Im nächsten Jahr heißt es dann: Aufholjagd starten und Mission „Aufstieg“ durchsetzen.

Am Abend des ersten Wettkampftages wurde dennoch bei Musik und Buffet mit über 100 Teilnehmern im Bungalowdorf Neuendorf die berüchtigte „Turnerparty“ gefeiert.

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